


Über Tom Ronim
Für mich ist Schreiben das Erschaffen einer Welt, ein Ort, an dem ich zeigen kann, wie sie sein könnte. Nicht schöngefärbt, nicht romantisiert, aber ehrlich. Mich interessiert das, was unter der Oberfläche liegt: Gefühle, die man versteckt, Fragen, die unbequem sind, Momente, in denen jemand zum ersten Mal er selbst sein darf.
Meine Sprache ist bewusst einfach gehalten. Aber genau das gibt mir den Raum für die Tiefe, die ich anstrebe. Mir ist wichtig, dass die Lesenden mit den Figuren einen Teil des Weges mitgehen können, mit ihnen fühlen, mit ihnen untergehen und wieder auftauchen. Dass eine Geschichte etwas in einem bewegt, auch wenn, oder gerade weil, sie manchmal wehtut.
Meine Geschichten sind queer, und sie handeln von etwas, das alle kennen: von der Angst, nicht zu genügen, und von der Sehnsucht, gesehen zu werden, ohne sich verstecken zu müssen. Ich möchte erzählen, wie queeres Leben einfach ist, ohne ein Problem zu sein, das gelöst werden muss, sondern mit all seinen Zweifeln, seiner Zärtlichkeit und seiner Kraft.
Ich lebe mit meinem Partner in Berlin und bin Vater in einer Regenbogenfamilie. Vielleicht ist das der Grund, warum ich die Bücher schreiben will, die ich selbst gern gelesen hätte. Geschichten, die nicht immer dieselben erzählen.
Lautlos Ertrinken ist mein erstes Buch. Es wird nicht mein letztes bleiben – weitere Geschichten sind in Arbeit.
Inspiriert haben mich Autoren wie John Green, Adam Silvera oder auch Sophie Gonzales. Geschichten wie Call Me by Your Name haben mich berührt und den Wunsch geweckt, selbst etwas so Wundervolles zu kreieren.